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Bluescreen (BSOD) Windows 10/11 beheben – alle Fehlercodes erklärt

Ursachen, Fehlercodes und bewährte Lösungen für den Blue Screen of Death

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SeeColors IT Team
10. Juni 20263 Min. Lesezeit106 Aufrufe

Bluescreen (BSOD) Windows 10/11 beheben – alle Fehlercodes erklärt

Der Blue Screen of Death (BSOD) ist ein kritischer Systemfehler, bei dem Windows den Betrieb komplett einstellt, um Schäden zu verhindern. Windows 10 und 11 zeigen dabei einen blauen Bildschirm mit einem Fehlercode und einem QR-Code.


Die häufigsten BSOD-Fehlercodes und ihre Ursachen

Fehlercode Ursache Lösung
IRQL_NOT_LESS_OR_EQUAL Defekter Treiber Treiber-Update/-Rollback
MEMORY_MANAGEMENT RAM-Fehler MemTest86 ausführen
PAGE_FAULT_IN_NONPAGED_AREA RAM oder Treiber RAM prüfen, Treiber aktualisieren
SYSTEM_SERVICE_EXCEPTION Antivirus-Konflikt AV temporär deinstallieren
CRITICAL_PROCESS_DIED Beschädigte Systemdateien SFC + DISM
WHEA_UNCORRECTABLE_ERROR Hardware-Defekt CPU/RAM prüfen
DPC_WATCHDOG_VIOLATION Treiber-Konflikt Treiber-Update
KERNEL_SECURITY_CHECK_FAILURE Defekte Systemdateien sfc /scannow
NTFS_FILE_SYSTEM Festplattenfehler chkdsk ausführen

Schritt 1: Fehlercode analysieren

Notieren Sie den Fehlercode vom Bluescreen-Bildschirm. Dieser steht als Text in Großbuchstaben und gibt die Ursache an. Alternativ: Im Ereignisanzeige nachschauen:

Windows-Taste + X → Ereignisanzeige → Windows-Protokolle → System

Kritische Fehler erscheinen mit rotem Symbol.

Schritt 2: Letzte Änderungen rückgängig machen

Begann der BSOD nach einem Update, Treiber-Installation oder neuer Hardware?

  • Update deinstallieren: Einstellungen → Windows Update → Updateverlauf → Updates deinstallieren
  • Treiber zurücksetzen: Geräte-Manager → Treiber → Rollback
  • Neue Hardware entfernen und testen, ob der Absturz wegbleibt

Schritt 3: Systemdateien reparieren

sfc /scannow
DISM /Online /Cleanup-Image /RestoreHealth

Beide Befehle als Administrator ausführen und danach neu starten.

Schritt 4: Festplatte auf Fehler prüfen

chkdsk C: /f /r /x

Bestätigen, dass der Scan beim nächsten Neustart ausgeführt wird.

Schritt 5: RAM-Test durchführen

  1. Windows-Taste → "Windows-Speicherdiagnose"
  2. "Jetzt neu starten und nach Problemen suchen" wählen
  3. PC startet neu und führt den RAM-Test durch

Für gründlichere Tests: MemTest86 (bootfähiger USB-Stick) verwenden.

Schritt 6: Treiber aktualisieren

Besonders kritisch sind:

  • Grafiktreiber (Intel, NVIDIA, AMD)
  • Chipsatz-Treiber (AMD/Intel)
  • Storage-Treiber (AHCI/NVMe)
  • Netzwerktreiber

Treiber immer von der Hersteller-Website laden, nicht über Windows Update.

Schritt 7: Thermik prüfen (Überhitzung)

Überhitzte Komponenten können BSODs auslösen. Prüfen Sie Temperaturen mit HWMonitor oder Core Temp:

  • CPU: unter 95°C (Normal: 40–75°C)
  • GPU: unter 90°C
  • Festplatte: unter 55°C

Lüfter reinigen, Wärmeleitpaste erneuern.


FAQ

Ist ein Bluescreen gefährlich für meine Daten?
Ein einzelner BSOD schadet Ihren Daten in der Regel nicht. Häufige Abstürze können aber zu Dateisystemkorruptionen führen – regelmäßige Backups sind daher wichtig.

Was bedeutet es, wenn Windows nach dem BSOD nicht mehr startet?
Das deutet auf schwerwiegende Systemdateikorruption oder Hardware-Defekte hin. In diesem Fall empfehlen wir professionelle IT-Unterstützung.

Können Viren einen Bluescreen verursachen?
Ja, Rootkits und aggressive Malware können BSODs auslösen. Ein vollständiger Antiviren-Scan ist immer empfehlenswert.


Zusammenfassung

BSODs sind in den meisten Fällen auf defekte Treiber, fehlerhafte Updates oder RAM-Probleme zurückzuführen. Mit dem richtigen Fehlercode und den beschriebenen Schritten können Sie den Absturz meist selbst beheben.


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